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Mythos Perfect Match: Warum Soft Skills in der Bewerberanalyse prominenter werden müssen

Heute vor vier Monaten stieß Stefan noch euphorisch mit seinen Freunden auf den neuen Job an. Für ihn klang die Stelle nach einem „Perfect Match“: Ein Jobangebot, bei dem sämtliche Rahmenbedingungen ideal auf sein Gesamtpaket als Arbeitnehmer zugeschnitten schienen. Jetzt nippt er bedrückt am morgendlichen Kaffee. Obwohl alle „harten“ Anforderungen – sein erstklassiger Abschluss, die zweijährige Berufserfahrung im Fachgebiet, die spezielle Fortbildung – haargenau auf die Stelle passten, im Team fühlt er sich unwohl. Auf dem Papier hat Stefan den perfekten Job. Trotzdem überlegt er, zu kündigen. Ein Schritt, der für ihn eine Menge Aufwand mit sich bringt: Er müsste sich wieder umschauen auf dem Arbeitsmarkt und den unvermeidlichen Papierkram einer Kündigung erledigen. Ähnlich sähe es auf Seiten des Arbeitgebers aus: Auch für die HR-Abteilung begänne mit Stefans Weggang die komplexe Suche nach Personal für die wichtige Position von Neuem.

Blinder Fleck Soft Skills: Warum ein Bewerber Matching ohne Soft Skill-Check zur Sackgasse wird

Fälle wie Stefan gibt es zahlreiche. Sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber finden nicht das, was sie suchen. Auf beiden Seiten liegt der Fokus zu stark auf formalen Kriterien. Um aus den eingegangenen Bewerbungen die passenden auszuwählen, kommt es jedoch nur bedingt darauf an, anhand einer Bewerberanalyse per Excel-Checkliste abzugleichen, ob Hard Skills der Bewerber und Anforderungen der Stelle übereinstimmen. Eine smarte Bewerberanalyse berücksichtigt auch das Matching, ergo die bedarfsgerechte Auswahl nach Soft Skills. Wie reagieren Kandidatinnen und Kandidaten auf Kritik, welches Kommunikationsgeschick legen sie an den Tag, was motiviert sie und in welchem Umfang sind sie in der Lage, ihren Arbeitsalltag zu organisieren? Diese persönlichen, sozialen und kommunikativen Kompetenzen sowie Charaktereigenschaften und Persönlichkeitsmerkmale entscheiden maßgeblich darüber, ob die oder der Neue ins Team passt – oder nicht. Werden sie außer Acht gelassen, entsteht eine fatale Wissenslücke – ein Blinder Fleck in der Bewerberanalyse –, was die Personalauswahl zum zwischenmenschlichen Lotteriespiel werden lässt.

Recruiting 4.0: Wie Prescreening-Technologien die Personalsuche auf die richtige Spur bringen

Auch wenn es erst einmal paradox erscheinen mag: Moderne Matching Technologien im Bewerbermanagement können helfen, den Menschen hinter dem Bewerber stärker in den Vordergrund zu stellen. Das Kandidaten Matching auf Basis Künstlicher Intelligenz (KI) der Job Matching Plattform MatchManao etwa setzt auf eine wissenschaftlich fundierte, digitale Bewerberanalyse, um Teams zu schaffen, die gemeinsam im Flow arbeiten – ohne unglückliche Stefans und gestresste HR-Kollegen. Flow meint in diesem Kontext nicht etwa, dass ausschließlich einander ähnliche Persönlichkeiten kombiniert werden – in Teams darf es gerne divers und bunt zu gehen. Unbedingt homogen sollte jedoch die Wertebasis der gemeinsamen Arbeit sein. Im Vorfeld wie etwa mit MatchManao in Erfahrung zu bringen, wie eine Person tickt, was ihren Charakter ausmacht und welche Werte Motor für ihre Handlungen darstellen, ermöglicht es, abzuwägen, wie wahrscheinlich es ist, dass sie das Team ideal ergänzt.

So finden Matching-Algorithmen im Recruiting die perfekten Kandidaten

Wird dem Bewerber Matching im Unternehmen eine Kandidatenanalyse vorgeschaltet, welche Soft Skills erhebt, erhöht sich die Chance auf ein sogenanntes Perfect Match. Doch wie kann eine Maschine das Innerste eines Menschen erfassen? KiManao, die von MatchManao eigens für die Personalsuche entwickelte Künstliche Intelligenz, „fühlt“ auf Basis von Daten vor: Wie steht es um die Werte, die Rollen, die Persönlichkeit, die Kommunikations- und die Arbeitsweise von Bewerbern. Und ermittelt anschließend durch statistische Verfahren, wie gut die Person auf Basis dieser Analyse zwischenmenschlich ins Team passt. Der Vorteil, den der Einsatz dieser Matching-Technologie in der Personalauswahl bringt, liegt auf der Hand: Die Maschine agiert neutral. Sie läuft nicht Gefahr, unterbewusst von Optik, Alter, Geschlecht, Herkunft oder Auftreten des Bewerbers beeinflusst zu werden. Sie ist nie müde, hat keine schlechten Tage – kurz, das „Unmenschliche“ an ihr garantiert, dass dem Matching im Bewerbungsprozess tatsächlich Menschen und ihre Eigenschaften zugrunde liegen.

Durch e-Recruiting Fehler bei der Personalauswahl vermeiden

Als Personaler die geeigneten Kandidaten für vakante Stellen herauszufiltern gehört definitiv zu den schwierigsten Aufgaben des Jobs. Gerade, wenn man durch die aktuellen Bestimmungen manche Kandidaten ohne ein persönliches Treffen einstellt. Technische Lösungen in das Matching im Bewerbermanagement zu integrieren, kann vor allem in Punkto Soft Skills eine wirksame Stütze für Personalerinnen und Personaler sein – Daten ersetzen Bauchgefühl. Durch Ranking, Filtering und Matching gelingt es, aus der Bewerberanalyse verlässliche Ergebnisse zu erzielen. Personaler müssen nicht länger mutmaßen: Maschinelles Kandidaten-Matching zeigt, ob Bewerber-Persönlichkeit und Teamkultur wirklich zusammenpassen.

Mehr zu dem Thema: Welche Frage passen zu meinem Team?


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