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Meine Arbeits-un-zufriedenheit

Viele von uns kennen sie. Sie kommt hinterrücks angeschlichen, schnell und leise: Die Arbeits-Un-Zufriedenheit. Uns nervt etwas in der Arbeit und ganz schnell ist alles doof. Wir vermischen die Details und übertragen unsere schlechte Stimmung auf den gesamten Bereich Arbeit. Dabei hilft es enorm, wenn wir erkennen, was dieses „alles“ eigentlich ist. Denn meist ist es nur eine einzelne Situation.

STATUS QUO FÜR DIE ARBEITS-UN-ZUFRIEDENHEIT

Die Zufriedenheit mit der Arbeit lässt sich in gewissen Kriterien unterteilen. Wenn wir uns bewusst machen, was für uns in den jeweiligen Kriterien wichtig ist, dann finden wir schneller die Stellen, die aktuell zwicken.

Wie sieht es mit dem Kriterium Transparenz aus? Möchte ich immer alles wissen, oder ist mir das gar nicht so wichtig? Nervt es mich, dass ich nicht sofort informiert werde und Dinge erst im Flurfunk erfahre? Oder überladen mich diese Informationen eher und lenken mich von meinen Aufgaben ab?

Wie wichtig finde ich das Kriterium Verantwortung. Möchte ich Verantwortung voll und ganz übernehmen, oder ist es mir lieber, wenn jemand noch mal seine finale Freigabe gibt. Ist es für mich ok, wenn ich im Vorstandsmeeting Frage und Antwort stehen muss oder lasse das lieber andere tun?

Hierbei gibt es kein richtig und falsch. Es kommt auf meine eigenen Wünsche an. Es kommt darauf an, woraus ich meine Motivation ziehe.

WO DRÜCKT DER SCHUH?

Jetzt gehen wir auf Situationen ein, die uns gestört haben, und zwar im Detail. Denn jetzt müssen wir erkennen, was genau das Problem ist: Nicht „alles“ ist doof. Sondern, dass der Kollege mich im Meeting gestoppt hat? Ging es mir um diese Handlung oder was liegt dahinter?

Mit welchem Kriterium meiner Arbeitszufriedenheit kollidiert diese Handlung? Ist es der Respekt, der mir so wichtig ist und der hier fehlt? Ist es der Freiraum, den er mir damit genommen hat? Oder hat er kein Vertrauen, dass ich das richtig mache? Wie hemmt diese Situation mich in meiner bevorzugten Arbeitsweise?

Und im zweiten Schritt schauen wir uns an, welche Bedürfnisse bei der anderen Person zugrunde liegen könnten. Ist er mir ins Wort gefallen, weil er diesen Part präsentieren wollte? Oder hätte ich um ein Haar Informationen geteilt, die noch nicht freigegeben waren? Oder hatte ich sogar eine falsche Information?

KONSENS ODER WIN-WIN?

Wenn wir alle ein bisschen tiefer reinhören, und uns unserer Bedürfnisse bewusst werden, dann finden wir schneller Lösungsansätze, denn dann ist unser Ego nicht im Vordergrund. Suche mögliche Lösungen für die Situation, damit ihr in Zukunft beide besser damit umgehen könnt. Entweder tust du das alleine und schlägst deine Ansätze danach der Person vor, oder ihr findet die Ideen zusammen.

Die Beweggründe deines Kollegen sind bisher nur Annahmen. Sorge für Klarheit, damit du weißt, was für ihn wirklich wichtig ist. Sobald du dir über deine Bedürfnisse bewusst bist, solltest du daher auf jeden Fall mit deinem Kollegen sprechen.
Wenn ich weiß, dass meinem Kollegen wichtig ist, dass alle Zahlen absolut korrekt sind, denn Qualität ist für ihn das A und O, dann schicke ich ihm die Kalkulation vor der Präsentation noch mal durch. Wenn er weiß, dass keine Fehler mehr drin sind, dann lässt er mich in meinem Flow präsentieren und vertraut darauf, dass ich das schaffe.

KLARHEIT, OFFENHEIT UND REFLEXION

Um einen Schritt in diese Richtung zu gehen, haben wir euch hier ein kleines Canvas zur Arbeits-un-zufriedenheit erstellt. Setzt euch gemütlich hin, denkt euch in die Situationen rein und beginnt mit eurer eigenen Reflexion. Dieses Canvas unterstützt die Infos, die ihr in euerer persönlichen Auswertung auf matchmanao.de erhaltet. Alle Infos aus eurem Profil helfen euch dabei, auf die Dinge zu kommen, die euch an eurer Arbeitsweise wichtig sind.

Hier siehst du das Canvas und kannst es runterladen.

Wir freuen uns über deine Rückmeldung zu den Tools und deinen Erfahrungen.

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