Veröffentlicht am 15. Dezember 2016 von Alex


Warum Projekte mit Freelancern effektiver sind als mit Werbeagenturen.

Du hast ein neues Marketingprojekt? Dann hast du erstmal die Qual der Wahl. Denn schon bei der Agentursuche fällt auf, dass es mittlerweile unzählige Spezialisierungen gibt, die kaum noch zu überblicken sind. Ganz zu schweigen von den unterschiedlichen Leistungen, die ein Normalsterblicher teilweise gar nicht unterscheiden kann. Was ist jetzt hier dabei und was nicht? Warum sind die einen günstiger als die anderen? Und wen sollte ich am besten beauftragen, damit mein Projekt rund läuft?

Erstmal solltest du dich fragen: Arbeite ich überhaupt mit einer Agentur oder vergebe ich den Auftrag lieber an einen Freelancer? Was sind die Vorteile und was die Nachteile? Schauen wir uns das doch mal anhand eines Projektes genauer an:

Agentur vs. Freelancer: Die Auftragsklärung

Zu Anfang eines jeden Projekts steht die Auftragsklärung. Dies ist die Basis für jedes Projekt, denn hier klärst du mit dem Projektpartner, was deine Vorstellungen und deine Ziele sind, und der Experte sagt dir, was am sinnvollsten ist und was sich in dem Rahmen umsetzen lässt. Falls du eine Vision hast, aber noch keine konkrete Vorstellung, dann brauchst du jemanden, der dich zu den unterschiedlichen Vorgehensweisen berät.

Bei einer Werbeagentur hast du hier meistens mit dem Kontakter zu tun. Ein Kontakter, Berater, Account Manager oder Projektmanager (die Bezeichnungen sind vielfältig) ist die Schnittstelle zu den umsetzenden Kräften. Diese Person hat ein sehr breitgefächertes Wissen. Bei den Details muss er Rücksprache mit den Umsetzern halten oder im schlimmsten Fall kann er nur spekulieren. Denn die eigentliche Aufgabe des Kontakters ist der Verkauf, die Organisation und die Kommunikation zum Kunden. Um dir aber eine erste Beratung zu deiner Marschrichtung zu geben, ist dieser Berater sehr gut geeignet.

Bei deinem Freelancer hast du den Experten für den jeweiligen Bereich direkt zur Hand. Er hat also schon die kleinsten Bausteine der Umsetzung im Hinterkopf und kann auch auf Fachfragen konkret antworten. Der Freelancer ist vielleicht nicht der perfekte Rhetorikkünstler, aber er ist Profi auf seinem Gebiet. Wenn du deine Vision noch nicht konkretisiert hast, dann suche hier anfangs eher nach einem Freelancer im Bereich Konzeption.

Agentur vs. Freelancer: Die Umsetzung

Das Projekt startet, die ersten Entwürfe werden gemacht und die Korrekturen beginnen.

Bei einer Werbeagentur bleibt der Kontakter dein Ansprechpartner, denn er behält das gesamte Projekt im Blick. Dies hat aber auch den Nachteil, dass du deine Anmerkungen einen weiten Weg haben, bis sie bei dem Umsetzer ankommen. Auf diesem Weg geht oft viel verloren.

Bei einem Freelancer arbeitest du direkt mit deinem Umsetzer. Er koordiniert das Projekt, behält deine Vorgaben im Blick und setzt deine Wünsche auch selbst um. Infos, die oft zwischen den Zeilen gegeben werden, bleiben hier an der richtigen Stelle.

Aber was ist, wenn Projekte größer werden?

Bei einer Werbeagentur sehen viele den Vorteil in der Manpower. „Hier sitzen viele Spezialisten, die sich um mein Projekt kümmern“. Dieser Punkt ist nicht von der Hand zu weisen, denn du hast hier oft gleich einen Designer, einen Texter, einen SEO-Profi und einen Entwickler in einem Büro. Aber eines sollte man auf jeden Fall beachten: In Agenturen bist du nicht der einzige Kunde. Und wenn der Texter, der für dein Projekt am besten geeignet wäre, schon in einem anderen Projekt verbucht ist, dann wird einfach ein anderer genommen, auch wenn er nicht so gut zu deinen Anforderungen passt.

Bei einem Freelancer ist das ein bisschen anders: Auch Freiberufler haben sich zu Teams zusammengeschlossen und haben ein großes Netzwerk. Denn wenn du einen Designer beauftragst, deine neue Broschüre zu gestalten, dann kann er dir meist auch einen Texter empfehlen, der von den Skills passt. Aber: Die Texter in seinem Netzwerk sind keine Festangestellten, sie können also wirklich objektiv für dein Projekt ausgewählt werden.

Aber wer macht dann das Projektmanagement?

Bei einer Werbeagentur hast du diesen Part automatisch dabei, ob du willst oder nicht. Das kann ein Vorteil sein, denn du selbst hast weniger Aufwand mit einem Projekt und musst nicht jeden Schritt einzeln überprüfen.

Bei einem Freelancer funktioniert das auch: Denn er übernimmt für seinen Part das Projektmanagement selbst. Und wenn du mit mehreren Freelancern arbeitest oder auf Nummer sicher gehen willst, dann buche dir einfach einen Projektmanager dazu. Denn als Freelancer machen sich nicht nur die „Umsetzer“ selbstständig, sondern auch die Manager und Berater. Sie werden einfach für ein Projekt dazu gebucht – und zwar nur dann, wenn du dies wünschst.

Fazit:

Agenturen haben auf jeden Fall ihre Daseinsberechtigung und es gibt auch wirklich ein paar gute Agenturen, die tolle Kampagnen schaffen. Aber für jedes Projekt sollte individuell entschieden werden, welche Wahl die Beste ist.

Wir hören oft folgenden Satz: „Wenn ich was wirklich Gutes brauche, dann gehe ich lieber zu einer großen Agentur“. Dies können wir durch unsere Erfahrung allerdings nicht bestätigen: Denn ein Freelancer kann ein schlechteres, ein ebenso gutes oder aber ein besseres Produkt abliefern.

Dazu nur ein kleiner Hinweis: Viele Agenturen buchen Freelancer für die Projekte dazu. Dein Projekt landet also manchmal bei einem Freelancer, auch wenn du das gar nicht weißt. Dann solltest du doch lieber selbst entscheiden und deine Projektbeteiligten selbst auswählen, oder?